Gemeinde Molbergen
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Molbergen/Dwergte (gy). Immer wenn die Bomben fielen, rannten die Kinder ans Fenster. „Sie wollten sehen, was draußen passiert“, erzählt Tanina Omarsimo. Lange hielten sie und ihr Mann Mohamed das nicht aus. Als der Bürgerkrieg nach Aleppo kam, schlossen sie die Tür ihres kleinen Hauses ab und flohen aufs Land. Aber auch dort waren sie nicht lange sicher. Über drei Jahre sind seitdem vergangen. Tanina und Mohamed sitzen im Aufenthaltsraum des Kindergartens St. Johannes in Molbergen. Ihr Sohn Chiya spielt in einer Ecke mit Autos. Er ist ihr drittes Kind und wurde kurz vor der Flucht geboren. In Dwergte, wo die Familie untergebracht ist, kommt Chiya erstmals zur Ruhe. Hilfe erhalten die Flüchtlinge von der Kontaktstelle der Caritas. Maria Moormann, Anita Jakoby und Maria Tabeling unterstützen zurzeit vier Familien, zwei wohnen in Dwergte, zwei in Peheim. Die drei Frauen helfen bei Behördengängen oder fahren die Mütter zum Einkaufen. Zweimal in der Woche bringen sie die Erwachsenen zum Deutschkurs nach Cloppenburg. Für ihre Fahrdienste dürfen die Soziallotsen den Gemeindebus benutzen. Die Arbeit macht ihnen Spaß. „Alles ist sehr unkompliziert. Und von den Menschen kommt so viel zurück“, schwärmt Maria Tabeling. Wie alle Kommunen muss sich die Gemeinde Molbergen auf weitere Zuweisungen von Flüchtlingen einstellen. Die Soziallotsen suchen deshalb dringend Unterstützung. Jeder, der sich ehrenamtlich engagieren möchte, ist willkommen.

 

Den vollständigen Bericht finden Sie in der MT und im E-Paper. / Quelle: MT Cloppenburg