Gemeinde Molbergen

Ivan Hutsul gründet Malschule in Molbergen

Molbergen (gy) – Ihren Sinn für Kunst können jetzt die Bürger in Molbergen entdecken. Seit Kurzem hat der Künstler Ivan Hutsul im Ort eine Malschule eröffnet. Ende April werden die Bilder seiner Schüler neben den eigenen im Rathaus ausgestellt.  

Hutsul, 1959 in der Ukraine geboren, lebt seit acht Jahren in Molbergen. Nach dem Studium in Odessa arbeitete er als freier Künstler, Designer und Buchillus-trator. Sein Malschulprojekt hat er bereits erfolgreich in Lohne und Bramsche umgesetzt. In Molbergen, wo er sich inzwischen zu Hause fühlt, sah sich Hutsul allerdings zwei Jahre lang vergeblich nach einem geeigneten Platz um. Bis jetzt, denn nun konnte ihm die Gemeinde im Feuerwehrhaus mehrere frei gewordene Räume zur Verfügung stellen.  

Drei Gruppen unterrichtet der Maler – Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Im Prinzip seien der Kunst keine Altersgrenzen gesetzt, betont Hutsul. „Meine Schüler sind zwischen sieben und 80 Jahre alt. Wichtig ist, dass sie Spaß daran haben, die Techniken zu erlernen.“ Daher setzt er auf einen betont lockeren Unterricht. „Dabei möchte ich jedoch das nötige Können vermitteln“.

Dies weiß auch Gisela Schockemöhle zu schätzen. Seit sechs Jahren besucht sie regelmäßig Hutsuls Malschule in Lohne – mit erstaunlichen Ergebnissen. „Als ich anfing, konnte ich so gut wie gar nicht malen“. Inzwischen hat sie rund 80 Bilder fertiggestellt und wundert sich manchmal selbst über deren Qualität. Ähnlich geht es Hildegard Tölke, die nach dem Tod ihres Mannes zum Malen fand. „Es lenkt einen vollkommen ab, fördert die Konzentration und macht wunderbar ausgeglichen“, sagt die ehemalige Grundschullehrerin.

Die beiden Damen werden einige ihrer Werke im Rathaus ausstellen. Eröffnung ist am Freitag, 23. April, um 17 Uhr. Die Bilder werden dann am Samstag und Sonntag, jeweils von 10 bis 18 Uhr zu sehen sein.

Wer sich für die Teilnahme an der Malschule interessiert, erhält im Rathaus nähere Informationen.

Quelle: NWZ Oldenburg

09.03.2010 - Kinder tauchen in die Ritterzeit ein

Nachmittag mit Hexen und Drachen

Molbergen (la) – Einen ganzen Nachmittag lang mutiger Ritter oder vornehme Prinzessin zu sein, das ermöglicht die Babysitter-Arbeitsgemeinschaft der Anne-Frank-Schule allen Kindern der Gemeinde zwischen fünf und acht Jahren. Am Freitag, 12. März, organisiert die AG von 15 bis 17 Uhr einen Ritter- und Prinzessinnen-Nachmittag in der Anne-Frank-Schule. Die sieben Mädchen dieser Arbeitsgemeinschaft, Viktoria Schmidt, Susanne Pede, Lena von Höfen, Mariele Möller, Kristina Kremer, Sabrina Pross und Stefanie Weber, versprechen den Kindern erlebnisreiche Stunden mit einem spannenden Programm.

Die Teilnehmer lernen spielerisch, was es heißt, eine vornehme Prinzessin oder ein mutiger Ritter zu sein. Mit diesem Einblick in das Leben an einem mittelalterlichen Königshof werden die Teilnehmer dann Abenteuer erleben und Hexen, Drachen und anderen Märchengestalten begegnen! Wer Lust auf ein solches Abenteuer hat, meldet sich in der Anne-Frank-Schule von montags bis freitags zwischen 10 und 14 Uhr unter der Nummer 04475/1467 an. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Die Kosten für die Veranstaltung belaufen sich auf zwei Euro.

Außerdem bieten die Mädchen dieser AG allen Eltern aus Molbergen und Umgebung ihre Babysitter – Dienste an. Wer einen Babysitter oder ein Kindermädchen braucht, kann sich unter der Telefonnummer 04475/1467 mit der Schulsozialarbeiterin Britta Drees in Verbindung setzen.

Quelle: MT Cloppenburg

Statt Unterricht gibt's Fortbildungen
Von Georg Meyer

Garrel/Molbergen/Sevelten – Während sich Kinder und Jugendliche auch heute wieder über einen schulfreien Tag freuen können, gilt dies für ihre Lehrer nicht. Trotz witterungsbedingten Unterrichtsausfalls müssen die Pädagogen pünktlich in ihren Schulen sein.

Eine Ausnahme bildet die Haupt- und Realschule Garrel. Dort hat Rektor Hubert Looschen allen Lehrkräften frei gegeben. „Wir schieben einen Berg von 1000 Überstunden vor uns her. Der Ausfall ist eine willkommene Gelegenheit, einige davon abzubauen.“ Die Mehrarbeit resultiere vor allem aus Vertretungsstunden, wenn etwa ein Kollege wegen Erkrankung ausfällt. „Bei 54 Lehrern kommt das immer mal vor“, sagt Looschen. Er selbst hält gemeinsam mit seiner Sekretärin und den Hausmeistern die Stellung. Von seinen Schülern ließ sich gestern indes so gut wie niemand blicken. Nur zwei junge Iraker hatten die Nachricht vom Unterrichtsausfall nicht mitbekommen. „Die wohnen aber direkt neben der Schule und konnten gleich wieder nach Hause gehen.“

Auch anderswo waren die Schüler bestens informiert und nutzten den freien Vormittag zum Schlittenfahren. „Wir haben mit 40 bis 50 Kindern gerechnet, aber es ist keines gekommen“, sagte Ria Deeken, die Leiterin der Grundschule Molbergen. Und dies, obwohl vor allem viele arbeitende Mütter auf die Betreuung angewiesen sind. „Offenbar haben sie sich anders arrangiert und ihre Kinder bei Familienangehörigen oder Nachbarn untergebracht“, vermutet die Lehrerin.

Grundsätzlich gilt jedoch: Die Schule darf kein Kind einfach so nach Hause schicken. „Wir sind hier und übernehmen die Betreuung auch dann, wenn wegen zu geringer Schülerzahl kein Unterricht möglich ist“, versichert Rita Otten, Rektorin in Sevelten. Doch auch in Sevelten und Elsten zogen Eltern und Schüler durch die Bank die Verlängerung der Zeugnisferien der Verlässlichen Grundschule vor.

Immerhin vier Kinder konnte Garrels Grundschulleiter Norbert Högemann gestern Morgen begrüßen. Das war auch deshalb ungewöhnlich, weil die Schule just für diesen Tag die jährliche Fortbildung ihrer Lehrer angesetzt hatte und daher der Unterricht ohnehin ausfiel. 25 Kollegen setzten sich stattdessen mit dem Thema „Gewaltfreie Kommunikation im Schulalltag“ auseinander. Auf ähnliche Weise füllte auch Rita Otten in Sevelten die freien Stunden. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen erarbeitete sie ein neues Methodenkonzept für die Grundschule.

Dem standen die Pädagogen in Molbergen nicht nach. Themen ihrer Fortbildung: „Der Einsatz des Laptopwagens“ und die „Verbesserung der Einbruchsicherung“. Außerdem nutzte Ria Deeken die Gelegenheit zum Aufräumen und Putzen der Gruppenräume. Unglücklich darüber, nicht wie ihre Schüler ausschlafen zu können, war die Schulleiterin keineswegs. „Endlich haben wir mal Gelegenheit, alle Materialien in Ruhe zu sortieren und zu ordnen.“

Allzu lange sollte der Unterricht allerdings nicht auf Eis gelegt bleiben. Sämtliche Minusstunden müssten nachgearbeitet werden, betont Norbert Högemann. Und überhaupt: Eine Schule ohne Schüler – das werde auf Dauer auch den Lehrern zu langweilig.

Quelle: MT Cloppenburg

EINSEGNUNG Kirche im Demenzzentrum
EB/PL 
 

MOLBERGEN - Die Kapelle und die bereits eröffneten Räumlichkeiten des Demenzzentrums in Molbergen sind jetzt während eines ökumenischen Gottesdienstes mit Bewohnern, Angehörigen und Mitarbeitern von Pfarrer Michael Kroes und Pfarrer Dr. Oliver Dürr eingesegnet worden. Seelsorge sei ein Schlüsselelement im Umgang mit Demenzerkrankten. Sie lebe auch von festen Ritualen, und gerade Menschen, die sich schon in einem weit fortgeschrittenen Stadium der Demenz befinden, erlebten den Halt im Glauben auf einer tieferen Ebene der Persönlichkeit, hieß es.  

„Das zeigt sich, indem die in der Erinnerung fest verankerten Lieder und Gebete gerne von unseren Bewohnern gesungen, vorgetragen und angehört werden“, so Ute Klempin, Leiterin der Präsenz- und Betreuungskräfte. Neben den Gottesdiensten und Andachten würden Bewohner und Mitarbeiter auch im Alltag durch die Kirchengemeinden begleitet. „Dies unterstützt wesentlich die gemeinsame Ausübung des christlichen Glaubens im Alltag, der an Demenz erkrankten Menschen Sicherheit und Geborgenheit vermittelt.“

Quelle: NWZ Oldenburg

Bei Handwerkern glühen die Telefondrähte
Von Georg Meyer

Molbergen/Berlin – Heinrich Brinkmann ist sauer. Der Elektromeister hat sich auf die Montage von Fotovoltaikanlagen spezialisiert. Ob das eine gute Idee war, bezweifelt der Molberger spätestens nach der Entscheidung der Bundesregierung vom Mittwoch, die Förderung für Solaranlagen dras-tisch zu senken (MT berichtete).

Seit gestern steht Brinkmanns Telefon nicht mehr still. Kunden, die bei ihm eine Anlage bestellt haben, drängen auf deren Installation – „am besten sofort“. Wenn der Gesetzesvorschlag wie beschlossen schon zum 1. April in Kraft tritt, dürften die Handwerker mit der Arbeit kaum nachkommen. „Wir sind jetzt schon dicht“, stöhnt Brinkmann.

Denn Zeit ist Geld: Bereits zu Beginn des Jahres war die Förderung um neun Prozent auf 39 Cent pro Kilowattstunde abgesenkt worden. Mit dem erneuten Abschlag würde sich die Vergütung um weitere 15 Prozent reduzieren. Dabei ist es nach dem Entwurf des Bundesumweltministeriums egal, wann die Betreiber ihre Kaufverträge unterschrieben haben. Wer seinen Strom nicht rechtzeitig bis zum 1. April einspeist, hat Pech gehabt und muss sich mit der deutlich niedrigeren Vergütung begnügen.

Die Hektik ist also berechtigt, denn nicht alle Anlagen dürften auf der neuen Grundlage noch wirtschaftlich zu betreiben sein. „Ein Kunde hat einen Trafo für 50000 Euro bestellt. Er muss ihn auf jeden Fall abnehmen“, berichtet Brinkmann. Die Produzenten versuchen derweil bereits, Kapital aus der neuen Situation zu schlagen und haben die Preise für Solarmodule erhöht. „Geldschneiderei“ nennt Brinkmann das.

Dass sich an der bisherigen Subventionierungspraxis für Sonnenenergie etwas ändern würde, hatte der Handwerker zwar erwartet. „Mit dieser drastischen Kürzung habe ich aber nicht gerechnet. Ich bin wirklich entsetzt“, stöhnt er. Vor einigen Jahren hat er ganz auf die alternative Technik umgesattelt. „Davor waren wir auf Großbaustellen unterwegs. Als die immer mehr von ausländischen Unternehmen besetzt wurden, mussten wir uns etwas anderes überlegen.“

Brinkmann ärgert sich vor allem über das knappe Zeitfenster. „Warum konnte man mit der Gesetzesänderung nicht bis zum Oktober warten?“, fragt er. Auch sieht er Dachanlagen gegenüber den Freiflächen klar benachteiligt. Deren Betreiber haben immerhin noch bis zum 1. Juli Zeit, ihre Module anzuschließen.

Die Kürzung werde auf dem Rü-cken der Kleinerzeuger ausgetragen, meint Heinrich Brinkmann. „In der Vergangenheit sind Großanlagen zu stark gefördert worden. Die Leute sahen darin eine Goldgrube.“

Mit einer hochsubventionierten Energieform gutes Geld verdienen – das hat noch im vergangenen Jahr zahlreiche Investoren angelockt. Unzählige Ställe, Wohnhäuser und öffentliche Gebäude glänzen in der Sonne – vorausgesetzt ihr Dach befindet sich in Südlage. Die staatliche Förderung hat inzwischen eigenartige Blüten getrieben. In Molbergen etwa will ein Unternehmen eine ganze Siedlung mit futuristischen Solarhäusern errichten. Deren Bau werde sich allein über die Einspeisevergütung refinanzieren, wirbt die Firma auf ihrer Internet-Homepage. (MT berichtete).

Für den CDU-Bundestagsabgeordneten Franz-Josef Holzenkamp ist das letzte Wort in Sachen Gesetzesänderung noch nicht gesprochen. „Es handelt sich zunächst um einen Entwurf, und ich werde alles tun, was ich kann, damit er so nicht umgesetzt wird“, versprach der Garther gestern im MT-Gespräch. Dabei geht es Holzenkamp konkret um die Verlängerung der Übergangszeiten sowie die Vertragssicherheit für Investoren und Handwerksbetriebe.

„Es kann nicht sein, dass jemand, der bereits einen Kaufvertrag abgeschlossen hat, sich plötzlich einer neuen Rechtslage gegenüber sieht.“ Grundsätzlich befürwortet Holzenkamp die Subventionskürzung, um damit die Bürger zu entlasten. „Dennoch muss die Politik verlässlich bleiben.“ Mit seiner Meinung stünde er in Berlin nicht allein da, betont Holzenkamp. „Ich hoffe, dass ich in den nächsten Tagen auch den Umweltminister davon überzeugen kann, dass es Änderungsbedarf gibt.“

Quelle: MT Cloppenburg