Gemeinde Molbergen

 

Molbergen bleibt trotz Wirtschaftskrise schuldenfrei

Gemeinderat Kräftiger Griff in Rücklage – „Auch bei uns wird das Hemd kürzer“
von Bodo Meier

Molbergen – - Die Gemeinde Molbergen bleibt trotz Finanz- und Wirtschaftskrise schuldenfrei. Dem ausgeglichenen Haushalt in Höhe von 6,2 Millionen im Ergebnishaushalt stimmten alle Mitglieder des Rates zu.

Zwar schmelze die Rücklage von 2,9 Millionen Euro auf nunmehr 500 000 Euro bis zum Ende des Jahres, wenn alle Vorhaben verwirklicht werden, aber dies sei angesichts massiver Neuverschuldungen einst wohlhabender Gemeinden eine erfreuliche Nachricht, so Bürgermeister Ludger Möller (CDU). Aber: „Das Hemd wird auch in Molbergen kürzer, und Ansätze des verlängerten Rückens werden sichtbar.“

Als Hauptgründe benannte der Rathauschef deutliche Einnahmeverluste bei der Gewerbesteuer. Bei 1,5 Millionen sind es rund 600 000 Euro weniger als im Vorjahr. Die neue Haushaltsführung, die so genannte Doppik, schreibe außerdem erstmalig zusätzliche Rückstellungen und Abschreibungen in Höhe von 600 000 Euro vor. Ein dritter Grund sind die geringeren Landeszuweisungen. Gleichwohl investiere die Gemeinde in 2010 drei Millionen Euro, hauptsächlich in die Zukunft der Kinder (931 000 Euro) und Gemeindestraßen (1,24 Millionen Euro).

Unverändert lassen die Ratsherren in diesem Jahr die Hebesätze für Grundsteuer (A 305 und B 295) sowie die Gewerbesteuer (305). Möller sieht das Festhalten an den niedrigen Sätzen als wichtigen Beitrag für die Bürger und Unternehmen.

„Im nächsten Jahr werden wir wohl nicht mehr umhinkommen“ prognostizierte Möller eine Erhöhungen. Derzeit läge die Grundsteuer A im Vergleich innerhalb des Landkreises in der Mitte, die Grundsteuer B im unteren Drittel und die Gewerbesteuer an unterster Stelle.

Ferner stimmte das Gremium einstimmig für Kooperationsvereinbarungen mit dem Caritas-Sozialwerk für ein Programm „Profilierung der Hauptschule“ und der Mitarbeit in der Ganztagsschule an der Anne- Frank-Schule sowie der Übernahme der Aufgaben der Gemeindejugendarbeit. Dabei geht es um die ganztägige Beschäftigung eines Sozialpädagogen, wie es in den anderen Gemeinden des Landkreises üblich ist.  

Quelle: NWZ Oldenburg