Gemeinde Molbergen

Ein Strand im Dwergter Sand

Gemeinde plant Badesee

Molbergen (gy) – Buntes Strandtreiben im Dwergter Sand: Für Urlauber undTagesgäste soll dies demnächst möglich werden. Die Gemeinde Molbergen plant bereits seit längerer Zeit einen Badesee neben dem angrenzenden Landal-Ferienpark in Dwergte (MT berichtete). Jetztkönnte das Projekt Fahrt aufnehmen.

Sechs Hektar soll der See groß sein. Neben einem Badestrand und einer Dünenlandschaft sollden Besuchern ein breites Sport- und Spieleangebot – von Wasserski bis Beachvolleyball – zur Verfügung stehen. Im Ferienpark selbst ist der Bau weiterer Gastronomie- und Freizeiteinrichtungengeplant. Auch neue Ferienhäuser sollen dort entstehen. Die Gesamtkosten liegen zwischen 15 und 25 Millionen Euro. Hauptinvestorwird wie bisher der Niederländer Marinus Punt sein.

Die Kostenfür den Badesee – sie belaufen sich auf etwa 3,7 Millionen Euronetto – muss jedoch die Gemeinde schultern. Bürgermeister Ludger Möller setzt dabei auf die Förderwürdigkeit des Projekts. Bis zu 50 Prozent der Kosten könnte demnach die N-Bank hinzuschießen. Entsprechende Anträge wird die Verwaltung jetzt stellen.

Die Gemeinde hat zudem eine Kölner Beratungsfirma engagiert, die eine entsprechende Machbarkeitsstudie vorlegte. „Der See wäre ein Renner“, befindet Tourismusexperte Christian Rast. Er hat die Studie erstellt und rechnet mit 60000 bis 125000 zusätzlichen Übernachtungen pro Jahr. Hinzu kämen jährlich etwa 30000 Badegäste aus der Umgebung, denn der See soll – gegen Eintritt – auch öffentlich zugänglich sein. Rund 3,5 Millionen Euro könnten so pro Jahr in die Region fließen und auch weitere Arbeitsplätze rund um den See geschaffen werden. „Für die regionale Tourismusentwicklung besitzt das Projekt aus unserer Sicht eindeutig Leuchtturmcharakter“, bekräftigt Rast.

Genau davon müssen die Planer jetzt die Förderstelle überzeugen. Denn ohne neue Investitionen könnte der Ferienpark bei den Urlaubern allmählich an Attraktivität verlieren. Mit bis zu 140000 Übernachtungen im Jahr läuft der Park zwar nicht schlecht. Während der Hauptsaison sei er jedoch nur selten ausgebucht, berichtet Alex Lolkema, Chef der Landal-Deutschlandzentrale in Saarburg. In den letzten drei Jahren stagniertendie Übernachtungszahlen.

Hauptgrund sei die fehlende Bademöglichkeit im Sommer, sagt Christian Rast. „Die Talsperre ist fast fünf Kilometer vom Park entfernt. Und auch dort sind die Bademöglichkeiten nur eingeschränkt.“

Kein Wunder also, dass der Park derzeit zumeist von Senioren und Familien mit kleinen Kindern gebucht wird. Die neuen Attraktionen sollen demnächst auch jugendliches Publikum anlocken. Die meisten Gäste kommen aus den Niederlanden und – verstärkt – aus dem Ruhrgebiet.

Wohl im Herbst dürfte die N-Bank über die Förderfähigkeit entscheiden. Bürgermeister Möller zeigte sich gestern optimistisch. „Mit unserem Investorund der Betreiberfirma brauchen wir uns vor der Konkurrenz nicht zu verstecken“, betonte er.

Quelle: MT Cloppenburg