Gemeinde Molbergen

„Wir haben keine Brennpunkte“

Jugendarbeit Zusammenarbeit mit Caritas-Sozialwerk zunächst bis Ende des Jahres

Das CSW und die Gemeinde haben Dienstag den Vertrag unterschrieben. Das Mottoheißt „aufsuchende Arbeit“.
von Peter Linkert

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Molbergen - Hingehen, Kontakt suchen, Vertrauen aufbauen: Das ist die Aufgabe von Vladimir Jung, der sich seit Kurzem auch im Dienst der Gemeinde Molbergen um Jugendliche kümmert. Er ist darüber hinaus in Essen tätig.

„Die ersten Kontakte sind gelungen“, berichtet Jung anlässlich der Vertragsunterzeichnung am Dienstag im Molberger Rathaus. „Ich habe zunächst einmal die Plätze abgefahren“, sagt er und meint insbesondere das Gelände der Anne-Frank-Schule, wo sich seine Klientel – meist Jugendliche mit Migrationshintergrund – aufhält. „In den nächsten Wochen geht es darum, gemeinsam zu überlegen, wo die Interessen liegen, was die Leute wollen. Gemeinsam wollen wir dann die Planungen umsetzen“, erläuterte Jung.

Bürgermeister Ludger Möller, dessen Vertreter Andreas Unnerstall und Klaus Karnbrock, Bereichsleiter des Caritas-Sozialwerks (CSW), das das neue Konzept der Jugendarbeit gemeinsam mit der Gemeinde trägt und bei dem Jung angestellt ist.

Das neue Konzeptläuft unter dem Motto „aufsuchende Arbeit“. Jung geht also auf die Jugendlichen zu, anstatt im Jugendtreff auf sie zu warten. Deshalb und wegen mangelnden Zulaufs wurde der Jugendtreff dann auch geschlossen, steht aber für Aktionen und anderes weiter zur Verfügung, betonten Möller und Unner­stall.

Bestandteil der „aufsuchenden Arbeit“ sei auch, dass den Jugendlichen Hilfsmöglichkeiten in allen Lebensbereichen aufgezeigt werden, so Karnbrock. Dabei geht es auch um Unterstützung bei der Arbeitssuche oder die Vermittlung in eine Ausbildung.

Der Vertrag zwischen der Gemeinde und dem CSW sieht vor, dass das CSW mit einem Umfang von acht Stunden wöchentlich „aufsuchende Arbeit“ in Molbergen betreibt. Das Projekt gilt als Versuch und läuft Ende 2010 aus, kann aber verlängert werden.

Das neue Konzept der „aufsuchenden Arbeit“ ergänzt das Bemühen der Gemeinde, sich um die Jugendlichen zu kümmern. Darüber hinaus unterstützt sie die Ganztagsschule und die Profilierung der Hauptschule.

Quelle: NWZ Oldenburg