Gemeinde Molbergen

Geuter bekommt 93,1 Prozent

Parteitag Markhauserin für zwei weitere Jahre SPD-Unterbezirksvorsitzende

Hart ins Gericht mit den schwarz-gelben Regierungen in Berlin und Hannover ging Johanne Modder. Die 49-Jährige ist seit kurzem neue SPD-Bezirksvorsitzende.
von Carsten Mensing

 

Ermke - Die hiesige Landtagsabgeordnete Renate Geuter (Markhausen) ist am Sonnabend beim Parteitag des SPD-Unterbezirks Cloppenburg in Ermke für zwei weitere Jahreals Vorsitzende bestätigt worden. Von den anwesenden 58 Delegierten erhielt die 57-Jährige 54 Ja- und drei Nein-Stimmen sowie eine Enthaltung. „Das ist eine gute Basis, um weiter zu arbeiten“, kommentierte Geuter das Wahlergebnis von 93,1 Prozent.

Nicht ganz so erfolgreich waren ihre beiden Stellvertreter Dr. HermannBergmann (Cloppenburg/79,3 Prozent) und Thomas Städtler (Löningen/89,7 Prozent). Der Löninger Verwaltungschef wandte sich gegendie Idee, die Wahl des Bürgermeisters und die Kommunalwahl künftig wieder parallel laufen zu lassen. „Dann stände ich jetzt nicht als Bürgermeister hier.“ Wenn beides zeitlich getrennt sei, hätten die Wähler die Chance, sich bei der Wahl des Bürgermeisters vor allem von „Persönlichkeitskriterien“ leiten zu lassen.

Stichwort Wahl: Überzeugende Voten fuhren auch Kassierer Theo Bruns (Molbergen/ 96,5 Prozent) und dessen Stellvertreter Bernd Roder (Bösel, 100 Prozent ein). Alle 58 Stimmen konnte auch die neueSchriftführerin Andrea Henke (Molbergen) auf sich vereinigen. Ihr Stellvertreter Ralf Kröning (Emstek) bekam ein positives Votum weniger.

Die neuen Beisitzer heißen Sascha Dieker, Mike Mischo (beide Löningen), Jan Höffmann, Stefan Riesenbeck (beide Cloppenburg), Marianne Nagel (Kampe/Kamperfehn), Heinz Robben, Mechthild Schwarte-Kock (beide Lindern) und Karl-Peter Schramm (Saterland).

Hart ins Gericht mit den schwarz-gelben Regierungen in Berlin und Hannover ging die neuen SPD-Bezirksvorsitzende Johanne Modder (Bunde). „Es ist ein Trauerspiel, wie schlecht Deutschland regiert wird.“ Die Koalition sei faktische am Ende, Bundeskanzlerin Merkel könne nur repräsentieren und nicht führen.

Nach der verheerenden Finanzkrise sei nichts passiert, die „verbrecherischen Spekulanten“ könnten weiterhin ihre „Angriffe auf das Gemeinwohl“ machen. Ex-Bundespräsident Horst Köhler, der selbst aus der Finanzbranche komme und in der Bevölkerung ein hohes Ansehengenieße, habe vor der Situation kapituliert. Die Zeche müsse jetzt mit einem Sparpaket beglichen werden, dessen Lasten zu Hälfte die Arbeitslosen tragen würden.

Auch in Hannover sei die Unfähigkeit groß: Die Abschaffung der Bezirksregierungen – so Modderweiter – habe in dem Flächenland Niedersachsen großen Schaden angerichtet. Dass Ministerpräsident Wulff im Falle einer Nicht-Wahl zum Bundespräsidenten ein Verbleib in Hannover vorschwebt, hält Modder für ausgeschlossen. „Wir werden seinen Nachfolger McAllister bei einem Misstrauensvotum unterstützen.“

Auch die Kabinettsumbildung habe nichts gebracht. Die neue Sozialministerin Aygül Özkan sei nach der Kruzifix-Debatte und der anschließenden Vorführung durch die eigene Partei nur noch „ein Tüchchen im Wind(. . .) im Schatten von Abschiebeminister Schünemann“.

Quelle:NWZ Oldenburg