Gemeinde Molbergen

Straßenverkehr- Ganztagsschule stellt Helfer vor schwierige Aufgabe – Antrag läuft
Aloys Landwehr

Die Dwergter Straße wird viel befahren. Das macht den Schulweg gefährlich

BildMolbergen - „Vielleicht mache ich ja die letzte Ausbildung zum Elternlotsen hier in Molbergen mit“, hoffte Rektorin Ria Deeken, die mit drei Eltern an drei Abenden den Lotsendienst erlernte. „Wir haben damit wieder 40 Elternlotsen, die dreimal täglich den Schülern ein sicheres Überqueren der viel befahrenen Dwergter Straße ermöglichen.“

Mehr Schüler unterwegs
Mit dem Start der Ganztagsschule verschärft sich die Situation an der Gefahrenstelle Dwergter Straße, überqueren doch jetzt nicht nur die Schüler zu Schulbeginn und nach der 5. oder 6. Stunde die Straße, sondern auch zum Beginn und am Ende des Nachmittagsunterrichts. Die Schule hat den Antrag auf Aufstellung einer Dunkelampel gestellt. Dieser Antrag ist von den Gremiender Gemeinde befürwortet worden, so dass nun die Verkehrssicherheitskommission des Landkreises den Antrag prüfen kann, berichtete die Rektorin.

„Mit 40 Elternlotsen können wir den Nachmittagsunterricht nicht abdecken,“ ergänzt Monika Janßen, die den Elternlotsendienst seit Jahren organisiert. „So sind wir denn auch froh, dass wir nun bis zur eventuellen Installation der Ampel vier zusätzliche Helfer haben.“

Praxis und Theorie
An zwei Abenden wurden die Elternlotsen in Theorie und Praxis durch Polizei-Oberkommissar Achim Wach ausgebildet. Am dritten Abend folgt die Prüfung. Dabei lernen die Teilnehmer Geschwindigkeitenoder Anhaltewege zu schätzen oder Verkehrslücken zu beurteilen, um den Kindern das gefahrlose Überqueren der Straße zu ermöglichen. „Ich war überrascht und erschrocken, dass der Anhaltewegeines mit 50 km/h fahrenden Pkw 40 Meter beträgt. Auch wenn man das mal in der Führerscheinprüfung gelernt hat, muss es einemmal wieder bewusst werden,“ erzählt Elternlotse Heidi Plaggenborg. Auch sie wird sich jetzt der Sicherheit der Kleinen widmen.

Quelle: NWZ Oldenburg
Bild: Aloys Landwehr