Gemeinde Molbergen

Auch Versetzung des Ortsschildes vom Tisch

Molbergen (gy) – Zunächst belustigt, dann empört waren die Mitglieder des Molberger Gemeinderates am Montagabend. Der Grund: Bürgermeister Ludger Möller hatte am Ende derSitzung über drei Eingaben der Verwaltung an die Kreisverkehrskommission berichtet. Alle drei waren abschlägig beurteilt worden. Kopfschütteln im Rat erntete vor allem die Ablehnung einer Ampelanlage an der Dwergter Straße.

Sie soll nach dem Willen der Gemeinde für die Sicherheit der Grundschüler vor allem am Nachmittag sorgen. Nach einem Ortstermin sahen die Verkehrsexperten jedoch keinen erhöhten Bedarf. In ihrer Stellungnahme vermuten sie stattdessen, dass eine Ampel von den Schülern größtenteils ignoriert würde. Die Kommission schlägt stattdessen die Ausdehnung des Lotsendienstes auf den Nachmittag vor – dieser könnenotfalls auch mit Lehrern besetzt werden.

Davon wollte Bürgermeister Möller am Montagabend aber nichts wissen. „Das Urteil ist nicht richtig“, betonte er und hält an seinem Ampelplan fest, für den die Gemeinde keine Genehmigung benötigt. Unterstützung erhielt er unter anderem von CDU-Fraktionschef Bernard Greten, der die Haltung der Verkehrswächter kritisierte: „Das Kind muss erst in den Brunnen gefallen sein, bevor etwas passiert.“

Ebenfalls bei der Kreisverkehrskommission aufgelaufen ist die Gemeinde mit ihrem Antrag, die Ortstafel in Ermke an den Beginn des Neubaugebietes „Up´n Blaiken“ versetzen zu lassen. In diesemBereich läge keine geschlossene Bebauung vor, die die Versetzung rechtfertigen würde, heißt es in der Begründung. Dies sah vor allem Ermkes CDU-Ratsherr Heinrich Bley anders. Mit einer Unterschriftenaktion hatten die Ermker Bürger die Versetzung der Ortstafel erreichen wollen.

Richtig sauer zeigte sich Bürgermeister Möller schließlich darüber, dass auf der Ortsumgehung in Lastrup kein Hinweisschild auf Molbergen aufmerksam macht. „Es gibt dort sieben Schilder, doch auf keinem einzigen ist unser Name verzeichnet“, bemängelte Möller. „Wir finden dort nicht statt.“ Insbesondere für die aus den Niederlanden anreisenden Urlauber sei dies ein echtes Problem.

Erneut hatte sich Möller Hilfe suchend an die Verkehrskommission gewandt. Deren Antwort: „Zwingend nötig“ sei die Wegweisung nicht. Wenn die Gemeinde Molbergen sie aber wünsche, müsse sie die Hinweisschilder eben auf eigene Rechnung austauschen. Kostenpunkt: rund 10000 Euro. Die Ratsmitglieder reagierten empört. „Wir werden schlicht vergessenund sollen dann auch noch dafür bezahlen“, schimpfte Theo Bruns. Der SPD-Fraktionschef schlug vor, nachzuprüfen, in wie vielen Fällen die Kreisverkehrskommission in der Vergangenheit einenAntrag der Gemeinde befürwortet habe. Bruns: „Allzu viele können es jedenfalls nicht sein“.

Quelle: MT Cloppenburg